Gorontalo liegt im Norden von Sulawesi und wird von den meisten Reisenden übersprungen, die auf dem Weg zu den Togean-Inseln sind. Das ist ein echter Fehler. Die Provinz ist ruhig, die Straßen sind sauber, die Einheimischen sind aufrichtig freundlich und Touristenmassen gibt es schlicht nicht. Wer hierher kommt, erlebt Indonesien noch so, wie es früher war.
Touren konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte. Am Botubarani Strand nähern sich Walhaie dem Ufer auf 20 bis 30 Meter und lassen sich mit dem traditionellen Holzboot anfahren. Sichtungen sind saisonal und nicht garantiert, aber wenn es klappt, ist es eines der eindrucksvollsten Erlebnisse, die Sulawesi zu bieten hat. Im Olele Marine Park, einem von der Dorfgemeinschaft verwalteten Schutzgebiet, warten Steilwände mit großen Seefächern und Schwarzkorallen auf Taucher, die wissen was sie suchen. Beim Inselhopping zu Saronde, Bogisa und Mohinggito im Tomini-Golf findet man weißen Sand und glasklares Wasser ohne andere Touristen in Sicht.
An Land lohnt sich das Portugiesenfort Benteng Otanaha aus dem 16. Jahrhundert mit Blick auf den Limboto-See. Im Bogani Nani Wartabone Nationalpark leben der Maleo-Vogel und der Anoa, beide endemisch auf Sulawesi.
Touren starten in Gorontalo Stadt und dauern drei bis fünf Tage.